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Hölderlinturm
Begehbare Poesie in der Dauerausstellung des Tübinger Hölderlinturms
Friedrich Hölderlin (1770–1843) gilt als einer der bedeutendsten Literaten seiner Zeit: Seine Gedichte über Mensch und Natur sind viel zitiert und inspirieren Kreativschaffende noch heute. Etwa die Hälfte seines Lebens wohnte der Dichter in jenem Tübinger Turm, der heute seinen Namen trägt und wurde dort bis zu seinem Tod von der Schreinerfamilie Zimmer fürsorglich aufgenommen.
Bei den umfangreichen Umbaumassnahmen setzten die Planenden auf viel Holz, auch beim Fussboden. Zum Einsatz kommt die Landhausdiele Villapark, die mit ihrem grosszügigen Format als ruhiger Untergrund die Exponate zur Geltung bringt.
Das Museum widmet sich nicht nur Hölderlins Leben im Turm ab 1807, sondern gibt auch Antwort auf die Frage, wie symbolträchtige Erinnerungsstätten zu modernen Orten der Begegnung werden: Unter höchsten Denkmalschutzanforderungen sanierte COAST das Bauwerk (dessen Geschichte sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen lässt), legte an einigen Stellen seine einzelnen Zeitschichten behutsam frei und machte das Gebäude damit als begehbares Exponat lesbar.
Dass die haptische Wahrnehmung dabei eine zentrale Rolle spielt, zeigt sich nicht nur im taktilen Einsatz der Schindeln, sondern generell im Umgang mit Holz. So betont der Architekt weiter: «Es war uns wichtig, dass das Material Eiche als verbindendes Element im gesamten Museum spürbar ist. Durch die stete Berührung wird die Aufmerksamkeit trainiert und Sprache mit dem natürlichen Werkstoff verknüpft.»
Dementsprechend sollte auch der Bodenbelag von Bauwerk Parkett, der auf 185 Quadratmetern neu verlegt wurde, in einem homogenen Eichenton gehalten sein. «Die Farbe Eiche Farina harmoniert mit der Farbe der Holzschindeln. Die gebürstete Oberfläche des Parketts ist nicht nur optisch, sondern auch haptisch erlebbar und wird durch die innovative Versiegelung B-Protect® nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil: Der Fussboden bleibt strapazierfähig, pflegeleicht sowie UV-stabil und lässt trotzdem diese einzigartige Natürlichkeit durchscheinen.»
Ort | Tübingen (DE) |
Architektur | COAST Office Architecture |
Bauherrschaft | Universitätsstadt Tübingen |
Verlegung | Christoph Skaletzka Parkett Fussbodentechnik |
Parkett | Villapark, Eiche Farina |
Bilder | David Franck Photographie |

