Ein Krankenhausaufenthalt ist Teil jeden menschlichen Lebens. Beginnend mit der Geburt kehren wir immer wieder in die Heilstätten zurück – sei es als Patient oder als Besucher. Oft geht es dabei auch um Leben und Tod. Kein Wunder also, dass Krankenhäusern eine besondere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft zukommt. Die Erwartungen, dass die Technik den neusten Standards entspricht und die Gebäude optimal ausgebaut sind, erhöhen den sozialen und ökonomischen Druck auf die Spitäler. Wer nicht mithält, wird abgehängt.

Durch den hohen Kosten-Nutzen Druck müssen Kliniken effizient wirtschaften. Die Flexibelsten sind dann auch die Erfolgreichsten. Viele Krankenhäuser restrukturieren sich heute umfassend, um ihr Leistungsportfolio den neuen Erfordernissen anzupassen. In einem zunehmend kompetitiven und komplexer werdenden Umfeld haben alle Interessengruppen steigende Erwartungen an moderne Kliniken. Dies hat auch für die ästhetischen, architektonischen und bauökologischen Aspekte der Gebäude Folgen.

Die renovierten Räumlichkeiten im Privatpatientenbereich schaffen eine Atmosphäre, in der sich die Patientinnen und Patienten wohl und gut aufgehoben fühlen – ein Umfeld, das letztlich gesundheitsfördernd wirkt.

Dr. Georg Schäppi, Direktor der Hochgebirgsklinik (HGK) in Davos

Eine verantwortungsvolle Aufgabe

Die Komplexität beim Bauen im medizinischen Bereich könnte grösser nicht sein. Bereits bei der Beratung, noch vor der eigentlichen Planung, ist es deshalb wichtig, dass ein umfassendes Programm ausgearbeitet wird. Hierzu gehört die Formulierung der funktionalen Betriebsziele sowie der Qualitätsziele, als Basis des spezifischen Raumprogramms. Kein Punkt darf vergessen werden, der später den routinierten Arbeitsablauf stört. Ein Team aus Fachleuten, Medizinern, Healthcare-Managern und (Fach-)Planern arbeitet eng zusammen, um das Projekt erfolgreich umzusetzen.

Diese interdisziplinäre Herangehensweise hat den Vorteil, dass die Planung alle baulichen, medizinischen, medizinrechtlichen und wirtschaftlichen Faktoren von Anfang an berücksichtigt. Die Effizienz beim Planen und Bauen von komplexen medizinischen Gebäuden kann durch Building Information Modeling (BIM) noch gesteigert werden. Auch im späteren Prozess und im Betrieb des Neu- oder Umbaus sind solche Tools hilfreich, damit der Klinikbetrieb von Anfang an optimal funktioniert. Auf die unterschiedlichen medizinischen Anforderungen kann spezifisch eingegangen werden, sind diese doch für Notfallbehandlungen, vollstationäre und teilstationäre Behandlungen, vorstationäre und nachstationäre Behandlungen, ambulante Behandlungen und rehabilitative Behandlungen sehr unterschiedlich.

Auch das Thema «Healing Architecture» wird für die Spitäler immer zentraler. Das direkte Umfeld beeinflusst das physische und psychische Wohlbefinden des Menschen und damit dessen Gesundheit. Diese Gesundheitsfaktoren im Design von Klinikgebäuden der Zukunft spielen zunehmend eine bedeutende Rolle in der heutigen Planung von Krankenhäusern und Rehazentren. Faktoren wie Gerüche, Licht, Farben, Materialien und die Umgebung werden auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtet, wodurch sich die Patienten wohler fühlen und rascher genesen. Dies bestätigt auch Dr. Georg Schäppi, Direktor der Hochgebirgsklinik (HGK) in Davos: «Die renovierten Räumlichkeiten im Privatpatientenbereich schaffen eine Atmosphäre, in der sich die Patientinnen und Patienten wohl und gut aufgehoben fühlen – ein Umfeld, das letztlich gesundheitsfördernd wirkt.»

Der Privatbereich der Hochgebirgsklinik (HGK) in Davos wurde mit dem Ansatz einer «First Class Reha-Hospitality» erneuert. Das Architekturbüro OOS plante und führte die Sanierung der Gästezimmer, Aufenthaltsräume und des dazugehörigen Gastrobereichs durch.

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